„Himmelskönig, sei willkommen“

veröffentlicht 01.03.2026 von Capucine Payan, Ev. Kirchengemeinden Vortaunus

Bach-Kantate am Palmsonntag

Am Palmsonntag, dem 29. März, erklingt um 10 Uhr im Gottesdienst der evangelischen Kirche Sulzbach (Taunus) die Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ (BWV 182) von Johann Sebastian Bach. 

Das Werk gehört zu den frühen Weimarer Kantaten des Komponisten und wurde ursprünglich für den Palmsonntag geschrieben. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen Solistinnen und Solisten, Chor und Orchester. Die Leitung hat Capucine Payan. 

Mit ihrer ausdrucksstarken, festlichen und zugleich innigen Tonsprache passt die Kantate in besonderer Weise zum liturgischen Geschehen des Palmsonntags, der den Beginn der Karwoche markiert. Die Aufführung ist in den Gottesdienst eingebettet.

Hintergrund zur Bach-Kantate: 

Die Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182 entstand zum Palmsonntag 1714 als erste Komposition nach Bachs Ernen nung zum Konzertmeister am Weimarer Hof. Der Musikwissenschaftler Alfred Dürr († 2011) vermutet aufgrund einer Vorschrift in einzelnen Aufführungsstimmen, dass Bach zunächst plante, die Kantate bereits nach Satz 6 mit einer Wiederholung des Eingangschores abzuschließen. Damit hätte das Stück die altertümliche Form einer Concerto-Arie-Kantate erhalten, ein Modell, das Bach nur noch selten verwandte. Anders als in Weimar gehörte Palmarum in Leipzig zur sogenannten „stillen Zeit“ (tempus clausum), in der es wie zwischen erstem Advent und Weihnachten keine Figuralmusik mit Instrumenten geben durfte. Bach hat das Stück deshalb wohl 1726 für den Festtag Mariae Verkündigung umgewidmet und damit Jesu Ankunft in Jeru salem in einem weltumspannenden Sinne überhöht. (Quelle: Bachipedia.org)